Filzmantel “The World is Colourful”

Der Mantel aus der Kollektion “The World is Colourful” im Entstehen. Er ist nicht quietschbunt, aber für meine Verhältnisse schon ganz schön farbig. Ich staune selbst darüber! Das erste Mal jedenfalls, dass ich mehrfarbige Muster verwende. Ich muss sagen, das macht Spaß. Der Mantel ist knielang und ganz leicht. Wie immer, gefilzt aus handgefärbter 21 Micron Merinowolle. Was noch fehlt, sind die Knöpfe. Mit den Kleinigkeiten am Ende kämpfe ich immer. Das ist eine größere Hürde, als den Mantel zu filzen. Vielleicht sollte ich heute mal wenigstens die Knöpfe filzen.

Das ist eines der Projekte, das ich in der Hocke auf dem Boden gefilzt habe. :-) Wenn bei einem so großen Stück Muster zum Einsatz kommen, filze ich auf dem Boden. Das ist das Einfachste.

Water Lily – Klappe die Letzte (erstmal)

Noch ein Kleid komplett aus Merinowolle. Auch dieses ist kuschelig und sehr bequem. Das Kleider-Filzen hat vielleicht einen Suchtfaktor! Die nächsten zwei sind im Kopf.

Die muß ich nur noch filzen ;-) !!!

Eine Kleinigkeit quasi. Meine Oberarme werden unterdes immer muskulöser. Da kommt kein Fitness-Studio mit. Also Mädels filzen, filzen und nochmals filzen! Das kostet nichts und macht deutlich mehr Spaß als das Schuften im Fitnesstempel.

So, jetzt bin ich gespannt auf das nächste Kleid. Das soll dann kniekurz werden. Soweit der Plan. Mal sehen, was mich am Filztisch reitet… Am Ende sagt die Wolle “nein, kein Kleid, eine Hose will ich werden, ein Schal, eine Jacke, ein Hut,  Sitzkissen…” Ihr glaubt nicht, dass Wolle eigensinnig ist? Wenn ich es doch sage. Wirklich! Ist so.

Mein Hut Wildschütz

Frühling hin, Frühling her, trotzdem zeige ich jetzt erst was für den Spätwinter/ Übergang, also ein Jahreszeitabschnittshut (so wie Lebensabschnittspartner – welcher Scherzkeks hat dieses Wort kreiert?):

Ein Hut nur für mich gefilzt, der “Wildschütz”. Nachdem ich in Bayern lebe, ist das ein passender Name. Unglaublich, wie warm ein noch so dünner Hut ist, besser als jede Mütze. Und zu meinem Redingote-Mantel ist ein Hut allemal schöner als eine Mütze.

Das Schönste am Hut-Filzen ist, aus dem eigentlich noch unförmigen Stumpen einen Hut zu formen – mit Falten, Aufschlägen …. – ein wunderbar kreativer Prozess.

Über den Holzkopf stülpe ich immer einen Gefrierbeutel, damit dieser nicht so naß wird. So lasse ich den Hut dann trocknen.

Eine lohnenswerte Anschaffung: ein Hutstretcher

Das gute Stück stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Holzwurmlöcher sind original aber unbewohnt. Damit lässt sich jeder Hut auf die gewünschte Größe weiten. Nicht ganz einfach, so einen gut erhaltenen Hutstretcher zu bekommen, aber, es hat geklappt. Dieser stammt aus England – der Hut-Hochburg. Ich muss sagen, ich finde ihn auch noch richtig schön und er darf somit eine Glasvitrine zieren.

Pythia

Ein absoluter Mammut, das Kleid!!! Es ist mit Ärmeln und Kragen in einem Stück gefilzt. So eine Arbeit. Ach herrje. Jetzt mach ich wieder erst mal kleinere Sachen. Schals und Rosen vielleicht… Das Kleid wiegt komplett 400 g – also so gut wie nix. Und: es trägt sich super angenehm, wie ein Wohlfühlnachthemd. Sooo schön. In Anlehnung an Christines Vorschlag, das andere Water Lily Kleid Ophelia zu nennen, habe ich dieses Pythia genannt.