Kopfschmuck muss sein: Headpieces

Englisch “Headpieces” oder “Fascinators”, französisch “Bibis”, deutsch einfach “kleine Hüte” gehören zu meinen Lieblingsfilzarbeiten (derer gibt es viele). Es kommt natürlich auch noch dazu, dass ich sie gerne trage. Sie sehen einfach toll aus und fallen mehr ins Auge, als neue Schuhe ;-) . Befestigt werden sie mit einem eingearbeiteten Haargummi, Klipsen oder einer französischen Haarklammer – je nach Vorliebe. Bei der französischen Haarklammer gibt es ja noch den Trick, einen Haushaltsgummi um den Steg zu wickeln. Dann rutscht garantiert nichts mehr. Die Klammer sitzt wie hingeklebt. Die Hüte selbst sind mit Locken verziert, in Nunotechnik gearbeitet oder (ganz ungewöhnlich für mich ;-) )  mit Rosen verziert.

Und wenn ich es jetzt noch schaffen würde, sie im Shop einzustellen, wär das super. Aber, die Tage sind ja sooooo kurz. Seufz. Vielleicht morgen oder übermorgen oder nächste Woche….

Mein Hut Wildschütz

Frühling hin, Frühling her, trotzdem zeige ich jetzt erst was für den Spätwinter/ Übergang, also ein Jahreszeitabschnittshut (so wie Lebensabschnittspartner – welcher Scherzkeks hat dieses Wort kreiert?):

Ein Hut nur für mich gefilzt, der “Wildschütz”. Nachdem ich in Bayern lebe, ist das ein passender Name. Unglaublich, wie warm ein noch so dünner Hut ist, besser als jede Mütze. Und zu meinem Redingote-Mantel ist ein Hut allemal schöner als eine Mütze.

Das Schönste am Hut-Filzen ist, aus dem eigentlich noch unförmigen Stumpen einen Hut zu formen – mit Falten, Aufschlägen …. – ein wunderbar kreativer Prozess.

Über den Holzkopf stülpe ich immer einen Gefrierbeutel, damit dieser nicht so naß wird. So lasse ich den Hut dann trocknen.

Eine lohnenswerte Anschaffung: ein Hutstretcher

Das gute Stück stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Holzwurmlöcher sind original aber unbewohnt. Damit lässt sich jeder Hut auf die gewünschte Größe weiten. Nicht ganz einfach, so einen gut erhaltenen Hutstretcher zu bekommen, aber, es hat geklappt. Dieser stammt aus England – der Hut-Hochburg. Ich muss sagen, ich finde ihn auch noch richtig schön und er darf somit eine Glasvitrine zieren.