Fair Isle – the never ending story

Es dauert und dauert. Fair Isle geht nicht so zackig von der Hand, wie ich das will. Die Teksrena Wolle läßt sich aber sehr gut verstricken

Die Farben sind beim Regenbogengarn quietschebunt. Damit es nicht zu schrill wird, stricke ich die Ärmel wohl eher uni Schwarz. Nach 2/3 habe ich das Ganze gewaschen und siehe da: Murphy hat recht. Was eng ist, wird enger, was zu weit ist, wird weiter. Großartig.  Da werde ich mir am Jackenverschluß noch was einfallen lassen müssen. So 2 cm Weite zusätzlich wären schon gut.

Innen sind die Fäden schön miteinander verwoben. Wer will sich schon beim Anziehen in den Spannfäden verheddern. Das Muster ist beim Stricken entstanden. Eine Anleitung braucht man nicht wirklich bei einer Top-down-Variante. Einfach wie immer zunehmen und al Gusto Muster stricken. Das ist ganz nach meinem Geschmack: mindless quasi.

Teksrena angestrickt

Ich hab mal ein bisschen angestrickt und schwups war die Passe fertig. Nachdem ich keine ansprechende Fair-Isle-RVO-Anleitung gefunden habe, habe ich  mir die Anleitung eben selbst zusammengestellt (manchmal ist es ja gut, wenn man zu seinem Glück gezwungen wird ;-) )  und ich muß sagen, das ist eigentlich genial. Einfach so beim Stricken Muster überlegen und alle paar Reihen verteilt Maschen aufnehmen. Am Anfang hatte ich das Muster schön als Schemazeichnung vor mir liegen, aber ab der Mitte habe ich einfach nach Lust und Laune gestrickt. Ich bin gespannt, wie die Jacke wird. Die Wolle lässt sich auf jeden Fall wunderbar verstricken.

Anne Evillla

Zwei (noch unfotografierte) Sommerschals sind fertig. Eigentlich wollte ich einen Top-Down Fair-Isle in Rot-Pink-Orange-Tönen beginnen. In Ermangelung einer Anleitung habe ich nun Anne Evilla von Ruth Sorensen angefangen. Richtig gut sieht der Pullover in folgendem Blog aus:  Mamaspinnt. Leider mussten die ersten Streifen mit Einstrickmuster aufgeribbelt werden. Die Wolle habe ich nicht locker genug mitlaufen lassen. Dass man das Muster kaum sieht, wie auf dem Bild zu sehen ist, wäre ja nicht so schlimm gewesen, dass der unterste Streifen aber am wenigsten dehnbar ist, das ist unpraktisch. Eigentlich müsste der am lockersten gestrickt sein, sitzt er doch noch auf der Hüfte. Nun denn, heute morgen habe ich neu mit Streifen stricken begonnen. Den Farbverlauf habe ich anders beginnen lassen, ob ich das gut finde weiß ich noch nicht. Dummerweise sieht man bei Farbverlaufswolle wie bei der Kauni-Wolle erst zum Schluß, ob das gut aussieht. Das Verstricken macht jedenfalls Spaß. Ich habe zwar öfters gelesen, die Kauni sei beim Stricken hart und unangenehm – das finde ich aber gar nicht unangenehm. So, und nun hoffe ich, dass die Sommerschals noch den Weg in den Blog finden. Ich trage sie jedenfalls ständig. Sie gefallen mir so gut.

Eigentlich sollte ich meine Nunofilz-Schals für den Shop fotografieren, aber es geht momentan nichts vorwärts. Das schöne Wetter ist da natürlich auch nicht hilfreich. Vielleicht nächstes Wochenende.